„Neues Landgut – Wien“: BG Frieden gewinnt Bauträger-Wettbewerb mit Projekt GARTENWERK

Veröffentlicht am: 27.10.2021

WIEN – Am Rande des 10. Wiener Gemeindebezirks entstehen beim „Neuen Landgut“ – das ist ein neu entwickelter Stadtteil in der Nähe des Hauptbahnhofs – in den kommenden Jahren neue leistbare Wohnungen. Auf einem Teil des Areals führte der wohnfonds_wien gemeinsam mit der Grundeigentümerin ÖBB einen Bauträgerwettbewerb für zwei Bauplätze durch. Mit dem Projekt „Gartenwerk“ konnte sich die BG Frieden im Wettbewerb für den Bauplatz D 04 erfolgreich durchsetzen. Die Fertigstellung der Wohnungen ist aus heutiger Sicht für Ende 2025 vorgesehen.

Das „Gartenwerk“ ist ein neuartiges, modernes Wohnbauprojekt das durch eine gestapelte Grundstruktur nicht nur architektonisch neue Maßstäbe setzt. Mit auf dem Dach angelegten Schrebergärten, einem Konzept-Greissler, einer Konditorei mit Lehrstellen für lernbehinderte Jugendliche und dem „WERKstück“ – einem Community Center mit Fokus auf Reparieren & Recyceln – leistet das Projekt auch einen wertvollen Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit. Knapp 300 Wohneinheiten soll das Projekt nach Fertigstellung beinhalten und Jung & Alt einen zeitgemäßen Wohnraum auf dem 27.000 m2 großen Areal bieten. Ein stimmiges Gesamtkonzept aus Freiflächen, Gemeinschaftsräumen und einem durchdachten Mobilitätskonzept runden das Projekt ab und schaffen nicht nur einen ansprechenden Wohn- sondern auch Lebensraum.

Housing-First für Alleinerziehende

Mit dem Fokus auf Alleinerziehende wird im Wohnbaukonzept ein besonderer Schwerpunkt gesetzt. Gemeinsam mit Neunerhaus und Neunerimmo sollen zehn Housing-First-Wohnungen an Alleinerziehende aus verschiedenen gesellschaftlichen Segmenten und in unterschiedlichen persönlichen Lebenslagen vergeben werden. Ziel ist es, den Betroffenen ein langfristiges und eigenständiges Wohnen mit direktem Mietvertrag zu ermöglichen, sich dauerhaft zu verwurzeln, Zukunftsaussichten zu entwickeln und sich auch verstärkt in die Gemeinschaft einzubringen.

Im Zuge dessen erhalten Mieterinnen und Mieter sozialarbeiterische und psychosoziale Betreuung durch das Housing-First-Team. Die Wohnungen sind über die gesamte Anlage verteilt und logistisch konzeptiv angelegt: In unmittelbarer Nähe eines Gemeinschaftsraums mit Dachterrasse fällt der Austausch mit Nachbarn und anderen Familien besonders leicht und hilft so auch bei einem Neustart.

Das Projekt GARTENWERK bietet ungewöhnliche Aus- & Einblicke in das neue Stadviertel "Neues Landgut" in Wien. Bildcredit: © Schreiner Kastler, Goya

Sport, Spiel & Schrebergarten am Dach

Das Projekt Gartenwerk soll umfangreiche Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für Menschen aller Altersgruppen bieten – und das auf mehreren Ebenen. Im Erdgeschoß bildet ein Innenhof mit einem Kinderspielplatz mit Elementen zum Hüpfen, Springen und Balancieren eine grüne Mitte. Eine „Bewegungsachse“ rund um das Wohngebäude herum lädt mit verschiedenen Bewegungspunkten zum Sport sowie zum Ausprobieren und Stärken der eigenen Geschicklichkeit ein. Auch für etwas lautere Freizeitaktivitäten sollen am Gelände - in Richtung der Bahn - Freiräume mit einer Kletterwand und Tischtennistischen entstehen.

Ein einzigartiges Konzept ist für das Dach des Gebäudes geplant: In Kooperation mit einem Schrebergartenverein sollen die dort geplanten Schrebergärten vorrangig an Mieter des Projektes Gartenwerk vergeben werden. Mehrere Dutzend Schrebergarten-Plätze werden zur Verfügung stehen, und nach dem Prinzip „First come, first serve“ vergeben. Gleichzeitig bietet dort auch einer Spielepergola Platz für ruhige Bewegungsmöglichkeiten, geselligen Austausch und jede Menge Spaß.

Nachhaltiges Wohnen in Holz-Hybrid

Ein nachhaltiges Klima- und Begrünungskonzept sowie die CO2 reduzierte Bauweise sorgen für ein überdurchschnittlich klimagerechtes Gebäude – sowohl ­während des Baus als auch während der späteren Nutzung. So reduzieren die Bauweise mittels modularer Holz-Hybrid-Konstruktion und die Auswahl an Baustoffen den ökologischen Fußabdruck und sparen ca. 60 % CO2 – im Vergleich zu einer herkömmlichen Stahlbetonbauweise. Stahlbetondecken trennen dabei die gestapelten Module, die nicht fertig montiert per LKW angeliefert, sondern vor Ort in einer Pop-up-Factory hergestellt werden sollen.

Im Inneren des Gebäudes bietet die in die Decken eingesetzte Bauteilaktivierung ein behagliches Raumklima und auch im Außenbereich überwiegt der ökologische Schwerpunkt: Eine ausgeklügelte Bepflanzung spendet Schatten, schützt die Privatsphäre der Gartenterrassen und schafft so eine besondere Wohlfühloase für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Die offene Fassadengestaltung mit luftdurchlässiger Bepflanzung der Loggien ist dabei nicht nur optisch ein absolutes Highlight, sie absorbiert auch Solarstrahlung und sorgt für eine ideale Frischluftversorgung im gesamten Gebäude.

Bei geplanten Gesamtbaukosten von rund 47,5 Millionen Euro entfallen auf einen Quadratmeter vermietbarer Nutzfläche rund 2.510 Euro.

Ausführende Projektpartner
Bauträger: Frieden
Architektur: g.o.y.a Ziviltechniker
Tragwerksplanung, Bauphysik und Haustechnik: WOSCHITZ-Group: WOSCHITZ-Group
Landschaftsplanung: EGKK
Soziale Nachhaltigkeit: Mag.a Sonja Gruber

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